Der Verein

Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und zählt rund 200 Mitglieder.

In Laos sind wir bei der „Lao German Friendship Organization“ (LGFA) als Mitglied registriert.

Informationen |Satzung Die Bambusschule e.V. 20.05.2016

Was wir wollen

Die Welt ein wenig besser machen

Grundlagen jeder Entwicklung: Bildung und Gesundheit! Entsprechend diesem Motto ist das Vereinsziel der Bambusschule e. V. die nachhaltige Verbesserung der Bildungssituation und Gesundheitsversorgung im Norden Laos. Vor allem unterstützen wir die ländliche Bevölkerung in unserem Wirkungsgebiet entlang des Nam Ou Flusses im Muang Ngoi Distrikt, Luang Prabang Provinz. Darunter befinden sich auch ethnische Minderheiten.

Die in Laos bestehende Schulpflicht kann wegen fehlender Mittel in ländlichen Regionen nicht hinreichend umgesetzt werden. Tausende von Kindern lernen nicht einmal Lesen und Schreiben! Die „Bambusschule e.V.“ hat als erstes mit dem Bau von Schulen und Dorfinternaten begonnen. Der Verein betrachtet Bildung als die nachhaltigste Form von Entwicklungshilfe und die damit verbundenen nicht umkehrbaren emanzipatorischen Effekte als grundlegenden Schritt zur individuellen und gesellschaftlichen Selbstbestimmung. Ein wichtiger Gesichtspunkt ist bei allen Maßnahmen stets die Förderung von Mädchen.

Methodischer Ansatz

Um die Bildungssituation und Gesundheitsversorgung im Muang Ngoi Distrikt nachhaltig zu verbessern, initiiert, finanziert und realisiert die Bambusschule verschiedene Projekte und schafft somit neue Rahmenbedingungen und Chancen für die lokale Bevölkerung in diesen Bereichen. Alle Projekte werden eng mit der Schuladministration, den Gemeinderäten und Elternvertretern abgestimmt und Baumaßnahmen im möglichen Rahmen durch die Dorfbevölkerung selbst ausgeführt. Dieser unmittelbare und partizipative Ansatz der Zusammenarbeit auf allen Ebenen hat zu einer hohen Akzeptanz sowohl bei den laotischen Behörden als auch der Bevölkerung in der Projektregion geführt.

Philosophie der Bambusschule

Die Bambusschule arbeitet ausschliesslich mit professionellen Volontären aus verschiedenen Fachrichtungen und beschäftigt keine hauptamtlichen Angestellten.

Alle Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich, niemand erhält ein Gehalt. Das gilt auch für unsere Geschäftsführer/innen  in Laos, die sich jeweils für mindestens ein Jahr verpflichten und lediglich eine Aufwandspauschale erhalten. Einzig unser Fieldmanager ist festangestellt und damit der erste Laote, dem unser Verein ein festes Einkommen verschafft hat.

Bewerben kann sich grundsätzlich jede(r); schriftlich mit Lebenslauf und Bild sowie einer Beschreibung der persönlichen Motivation. Wir prüfen dann die jeweilige Qualifikation und gleichen sie ab mit unserem aktuellen Bedarf. Die Bewerber erhalten dann ausführliche Informationen zu den Umständen ihrer Arbeit und nach Eintreffen in Laos konkrete Einweisungen sowie einen „culture course“ für den laotischen Alltag.

Alle Volontäre zahlen ihre An-und Abreise selbst. Die Bambusschule bezahlt dann im Projektgebiet die Unterbringung auf landesüblichem Niveau und übernimmt die Kosten für die Verlängerung der Visa. Wir legen Wert darauf, keine Freiwilligen auszubeuten und erheben natürlich keinerlei „Gebühren“ von ihnen – zum Unterschied zur Praxis vieler Organisationen auf diesem Gebiet!

Mit dieser Vorgehensweise haben  sowohl wir als auch zahlreiche Volontäre aus verschiedenen Ländern der Welt sehr gute Erfahrungen gemacht – die Arbeit ist ein Gewinn für beide Seiten!

Unser Projektgebiet

Unsere Projekte befinden sich im Norden von Laos entlang des Flusses Nam Ou. Dieser Fluss entspringt im südlichen China und mündet nach ca. 400 km oberhalb von Luang Prabang in den Mekong.

 

Der Nam Ou

Der Fluss Nam Ou wird durch mehrere Dämme aufgestaut. Dieser Prozess ist seit einiger Zeit im Gange, der erste Damm wurde kurz oberhalb der Mündung des Nam Ou in den Mekong errichtet, der zweite Damm – wenige Kilometer flussabwärts von unserem jüngsten Projektdorf Ban Khon Kuen – staut den Fluss zu einem langgezogenen See auf. Weitere Dämme sind in der Planung bzw. im Bau. Damm Nummer 3 wird große Auswirkung auf unsere Projektdörfer Ban Hatsa (Boardinghouse), Ban Phonsana (Grundschule) und Ban Sopking haben: Alle diese Dörfer werden geflutet werden!

 

Zunächst entsetzt, sehen wir inzwischen der Entwicklung gelassener entgegen, weil wir am Beispiel Ban Khon Kuen sehen können, was das praktisch bedeutet: Alle Gebäude des Dorfes wurden in ihren Abmessungen genau erfasst und den Bewohnern großzügig das Material für den Wiederaufbau an neuer (höherer Stelle) zur Verfügung gestellt. Zu den erfassten Gebäuden gehören in „unseren“ Dörfern auch „unsere“ Schulen und das Boardinghouse! Wer letztlich die Bauarbeit macht, bleibt abzuwarten…

Man mag die Entwicklung bedauern, dass ganze gewachsene Dörfer umgesiedelt werden, noch dazu ungefragt. Es mag bedenklich sein,  dass die Fischerei am Fluss ebenso eine radikale Veränderung erfahren wird wie der Bootsverkehr. Wer letztendlich der Nutznießer der so gewonnen Elektrizität sein wird, bleibt abzuwarten – ändern lässt sich das alles nicht.

Der Vorstand

Bodo Peters

Vorsitzender

Matthias Haermeyer

stellv. Vorsitzende

Clarissa Peters

Kassenführerin

Sigrid Ritter

stellv. Kassenführer

Magdalena Dassau

Schriftführerin

Johannes Eslage

stellv. Schriftführer

Das Team in Laos

Isabel und Satheet

Geschäftsführerin und Field Manager

Unsere Partner in Laos

  • Lao Adventure Tours (früher Lao Youth Travel)
  • Lao German Friendship Association
  • Deutsche Botschaft Laos
  • Lao Woman’s Union
  • Lao Youth Office
  • Nong Khiaw Hospital
  • Nong Khiaw Governor
  • Social Welfare Office Nong Khiaw
  • Education Office Nong Khiaw
  • Health Departments Vientiane (Dr. Som Ock), Luang Prabang (Dr. Amphone) und Nong Khiaw

 

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